Es ist Donnerstagnachmittag, während ich diese Zeilen schreibe.
Ein Gewitter zieht über mich – über uns – hinweg. Es ist dunkel. Es blitzt. Es donnert. Für einen kurzen Moment fühlt es sich fast so an, als würde die Welt untergehen.
Na ja. Vielleicht tut sie das an manchen Stellen tatsächlich. Man will es manchmal gar nicht so genau wissen.
Der Regen ist laut. Der Donner grauselig. Der Blitz einschüchternd.
Ich sitze hier und höre zu. Und während ich das schreibe, merke ich wieder, wie zwiegespalten ich bei solchem Wetter bin.
Manchmal liebe ich Gewitter. Sie bringen etwas in Bewegung. Sie machen mich kreativ. Es ist, als würde die aufgeladene Luft auch Gedanken freisetzen, die vorher irgendwo festgesteckt haben. Und manchmal deprimieren sie mich. Dann will ich keine dunklen Wolken. Keine Regentropfen an der Scheibe. Dann will ich Sonne.
Ich bin ein Sonnenmensch.
Ich mag das Licht. Die Wärme auf der Haut. Das Gefühl, dass der Tag offen vor einem liegt. Ich mag kurze Hosen, offene Fenster und die Leichtigkeit, die der Sommer mit sich bringt.
Vielleicht ist das am Ende wie mit vielem im Leben.
Es gibt die Tage voller Sonne. Und die mit Blitz und Donner. Die, die uns leicht fallen. Und die, die wir einfach nur hinter uns bringen wollen.
Beides gehört dazu.
Auch wenn ich zugeben muss: Wenn ich die Wahl habe, nehme ich trotzdem die Sonne.
Bleib Echt. Bleib Du! 🧡
Man liest sich.
Jürgen


