In den letzten Wochen habe ich viel geschrieben. Wirklich viel. So viel, dass manches andere liegen geblieben ist. Das Blog zum Beispiel. Oder die eine oder andere Idee, die eigentlich auch Aufmerksamkeit verdient hätte. Aber manchmal gibt es Phasen, da zieht einen ein Projekt komplett hinein. Und genau so war es diesmal.
Jetzt ist ein Punkt erreicht, auf den man lange hinarbeitet. Die letzte Seite ist geschrieben. Zumindest vorerst. Und ganz ehrlich? Das ist ein seltsames Gefühl. Wo vorher jeden Tag neue Szenen entstanden sind, herrscht plötzlich Ruhe. Nicht lange. Aber ein bisschen. Denn wer schon einmal etwas Größeres geschrieben hat, weiß: Fertig heißt noch lange nicht fertig.
Jetzt beginnt eine andere Phase.
- Lesen.
- Streichen.
- Verbessern.
- Nachdenken.
Und vermutlich auch die Erkenntnis, dass manche Stellen viel besser sind, als man beim Schreiben dachte – und andere vielleicht nicht ganz so brillant. Auch das gehört dazu. Im Moment genieße ich diesen Zwischenzustand. Nicht mehr mitten im Schreiben. Aber auch noch nicht ganz am Ende. Ein bisschen wie zwischen zwei Bahnhöfen. Man weiß, woher man kommt. Und man ahnt, wohin die Reise geht. Aber man ist noch unterwegs.
Ich mag solche Momente. Weil sie zeigen, dass etwas entstanden ist. Und weil sie gleichzeitig Platz schaffen für das, was als Nächstes kommt. Was das genau sein wird? Ganz ehrlich? Das wird sich zeigen. Und genau das gefällt mir gerade ziemlich gut.


