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Schreibe ich eigentlich täglich?

Donnerstag, 11. Juni 2026 | Gedanken & Alltag

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Neulich hat mich jemand gefragt, ob ich eigentlich jeden Tag schreibe. Ich musste kurz überlegen. Denn wenn man an Schreiben denkt, denken viele zuerst an Bücher. An Autorinnen und Autoren, die morgens an ihrem Schreibtisch sitzen und Kapitel verfassen. Und ja – auch das gehört dazu.

Aber die ehrliche Antwort lautet: Ja. Ich schreibe tatsächlich jeden Tag. Manchmal schon früh am Morgen.

Seit über 13 Jahren erscheint der Morgenblick auf maennerformat. Ein täglicher Gruß, ein Gedanke, ein kleiner Begleiter zum Start in den Tag. Was als Idee begonnen hat, ist längst zu einem festen Teil meines Lebens geworden.

Dann sind da Blogartikel wie dieser.

Gedanken, die mir durch den Kopf gehen und plötzlich ihren Weg auf die Tastatur finden.

Instagram. Threads. Kommentare. Antworten auf Nachrichten.

Notizen, die ich unterwegs auf dem Handy festhalte, weil ich weiß: Wenn ich sie jetzt nicht aufschreibe, sind sie später wieder verschwunden.

Und natürlich die Geschichten. Die kleinen. Die größeren. Die, die irgendwann vielleicht einmal ein Buch werden.

Ich glaube, ich habe irgendwann aufgehört, zwischen „Schreiben“ und „nicht schreiben“ zu unterscheiden. Es gehört einfach zu meinem Alltag.

So selbstverständlich wie der erste Kaffee am Morgen.

Nicht jeder Tag bringt große Worte hervor. Nicht jeder Satz ist brillant. Und manches landet später im Papierkorb.

Aber auch das gehört dazu.

Vielleicht ist genau das die Erkenntnis: Schreiben ist für mich kein Ereignis mehr. Es ist eine Art, durchs Leben zu gehen.

Mit offenen Augen.

Mit offenen Ohren.

Und mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass aus einem kleinen Satz manchmal etwas viel Größeres entstehen kann.

Und wenn mich heute jemand fragt, ob ich täglich schreibe, dann muss ich nicht mehr überlegen.

Die Antwort ist ganz einfach: Ja.

Und ich kann mir ehrlich gesagt kaum vorstellen, wie es anders wäre.

Bleib Echt. Bleib Du! 🧡
Man liest sich.
Jürgen

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